Sturm auf die Hoibe #57: Luca Weinhandl
Shownotes
Der 16-jährige Kicker aus Fernitz-Mellach hat trotz seiner Jugend schon einiges zu erzählen. Mit Sturm II steckt der Mittelfeldspieler im unteren Drittel fest. Mit der U17-Nationalmannschaft hat er in den letzten Wochen bei der WM für Furore gesorgt. Nur wenige Tage nachdem Luca wieder in Graz gelandet ist, hat ihn Markus Terrant auf "a Hoibe" (Stunde) eingeladen. Im Podcast gibt er Ein- und Ausblicke vom vielversprechenden Talent fürs zentrale Mittelfeld.
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Antenne Steiermark - Meine Hits. Meine Steiermark.
Transkript anzeigen
00:00:01: Sturm auf die Räube,
00:00:02: der Podcast von SK Sturm Graz
00:00:05: und Antenne Steiermark.
00:00:07: Mit Markus Terrand.
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu ein Dezember-Ausgabe.
00:00:11: Traditionell ist es ja ein Monat, in dem viele zurückschauen auf das, was im letzten Jahr so passiert ist.
00:00:16: Das mache ich mit meinem heutigen Gast zwar auch, allerdings schauen wir gar nicht so weit zurück, denn wer hätte sich am dritten November, also zu Beginn der U-sebzehn-WM in Katar schon gedacht, dass das... Österreichische Team ist bis ins Finale schaffen wird, ich muss zugeben, ihr nicht.
00:00:31: Wahrscheinlich nicht einmal er, einen Monat später, sind wir aber gescheiter, er ist U-Seven Fußball Vize-Weltmeister und ich freue mich wirklich sehr auf die kommende halbe Stunde.
00:00:41: Luca Weinhandel, hallo!
00:00:42: Hallo, ich bin froh hier zu sein.
00:00:44: Danke für die Einladung.
00:00:46: Und bevor wir in der kommenden halben Stunde die WM aufarbeiten und auch dich als Person etwas besser kennenlernen wollen, du bist heute nicht allein da, mit dir ist eben dein Trainer von Sturmzweig Christoph Wurm da.
00:00:57: Schön, dass du da bist.
00:00:59: Hallo, vielen Dank.
00:01:00: Sehr gerne.
00:01:02: Und schön auch, dass du sozusagen die Sicht von außen ein bisschen mitgebracht hast, also auch wenn es ein bisschen klingt wie... Den Papa beim Elternsprechtag zu fragen, aber wenn du da bist und wieder dabei sind, wie ist er denn so in der Schule?
00:01:13: Besser gesagt natürlich als Spieler.
00:01:15: Ja, mit Luca zusammenzuarbeiten ist eine Supermöglichkeit für uns.
00:01:18: Wir kehren uns ja schon länger vor den Sichtungen vom Nachwuchsnationalleben und jetzt haben wir direkt bei Sturm jeden Tag sozusagen, wo er begleiten kann und macht richtig viel Spaß.
00:01:28: So ein Spieler wünscht sehr Trainer.
00:01:30: Dem Trainer widerspricht man ihn normal für nicht jetzt, widerspricht sogar gerne nicht, oder?
00:01:34: Ja.
00:01:36: Luca, dieses Turnier, von dem noch immer alle reden, hat das irgendwas verändert?
00:01:40: Oder anders gesagt, jetzt kommt es ja gerade vom Training.
00:01:43: Bist du schon wieder in der Realität ankommen?
00:01:45: Oder fühlt es sich noch immer so ein bisschen wie auf einer Welle?
00:01:49: Es ist jetzt schon wieder ungewohnt, bei der Zweier mit zu trainieren, weil ich jetzt einen Monat nur mit der Nationalmannschaft trainiert habe.
00:01:57: Ich glaube, es ist jetzt schon eine Unbestellung.
00:02:00: Bis zum Ende der Woche habe ich mich schon dran gewöhnt.
00:02:02: Man muss dazusagen, wir zeichnen diese Folge am dritten Dezember auf, deshalb auch das Leichtverzöger der Erscheinungsdatum.
00:02:09: Ihr seid am Samstag in Wien angekommen, dann der ÖFB-Empfang, am nächsten Tag dann der Empfang in deiner Heimatgemeinde, also in Ferne-Zmellach.
00:02:17: Also war da überhaupt schon irgendwann noch mit die Möglichkeit, da für dich durchzuschnaufen?
00:02:21: Also jetzt am Anfang noch nicht richtig, jetzt kommt dann noch der Schulstress dazu, aber jetzt danach kommt dann eh die Weihnachtsferien, da kann ich dann nicht abschalten.
00:02:29: Schulstress, was heißt das?
00:02:31: Für Nachholen oder wie?
00:02:32: Ja, ich habe schon viel verpasst und jetzt gilt es, dass ich alles nachholen und da hoffentlich positiv.
00:02:37: Aber du wirkst recht zuversichtlich, also wie leicht oder wie schwer tust du in der Schule?
00:02:42: Also ich sage, ich lerne schon schnell die Sachen, aber ich muss auch ehrlich sagen, ich bin jetzt nicht einer der fleißigsten, aber ich mache halt so viel wie ich muss.
00:02:51: Umso mehr erfreut es mich, dass du dir heute die Zeit für den Podcast genommen hast.
00:02:54: Du bist sechzehn Jahre jung, du bist schon einen Meter neunzig groß und die Mittelfeld gesetzt hast in den sieben WM-Pardinen zwei Assists beigesteuert.
00:03:02: Du bist unter den WM-Kickern, laut Transfirmarkter Tee, wenn man das einmal so rausliest, vom Marktwert her noch immer unter den Top-Zwanzig und somit Österreichs wertvollster Spieler.
00:03:10: nach wie vor, tendentein steigend.
00:03:12: Jetzt kennt man die Liste natürlich noch ewig verlängern, worauf ihr eigentlich hinaus wollte ist, wie gehst du mit all diesen Zahlen um?
00:03:19: kommt noch dazu, die die Presse dir auch dich und euch noch immer ohne Ende abfeiert?
00:03:25: Ja, also ich glaube jetzt nicht, dass der Marktwirt jetzt entscheidet, ob das jetzt ein guter Spiele ist oder ein schlechter.
00:03:32: Also das merke ich egal, ob der Spiele jetzt fünf Millionen wert ist oder zehn tausend, weil ich glaube, dass jeder seine Qualitäten hat.
00:03:40: Und mit die Medien, also wie wir in Katarwahn, war schon von den Tränen, haben sie gesagt, das ist am besten, weil das wir uns jetzt nicht... mit dem so sehr auseinanderzusetzen und uns darauf konzentrieren auf das Turnieren und uns nicht ablenken lassen.
00:03:56: Lass uns, weil es glaube ich gerade ganz gut passt an dieser Stelle, kurz einen Switch zu dir als Person machen.
00:04:02: Was bist du eigentlich für ein Typ?
00:04:04: Wie würdest du dich selbst beschreiben?
00:04:05: oder vielleicht sogar noch besser, was würden deine Eltern sagen, wenn ich ihnen diese Frage stellen würde?
00:04:10: Also ich bin schon ein lustiger Typ und ja, ich war nicht ein spannender Typ, aber ... viel mit Spaß.
00:04:19: Selbstwahrnehmung, eine Seite Fremdwahrnehmung, was sagt der Trainer?
00:04:23: Ja, der Luca war gesagt, er ist nicht der fleißigste, das kann ich für den Fußball absolut nicht so bestätigen.
00:04:28: Luca ist eigentlich immer noch ein Trainer, der als Letzter in die Kabine reinkommt.
00:04:32: Insofern wird er mir sehr fleißig beschreiben, sehr demütig.
00:04:37: Luca ist in seinen Sechzehn Jahren schon einen weiten Weg gegangen, von der eigenen Jugend über die Akademie bis hin zur zweiten Mannschaft, das spielt ihm national dem Jahr ganz höher.
00:04:46: Und das sind sehr viele Eindrücke, die da auf einem Einprasseln und ich finde, das Handel da überragend, muss ich echt sagen.
00:04:52: Also, lasst da nichts.
00:04:53: Ans Iran ist total respektvoll, total demütig und wird sein Weg gehen.
00:04:57: Bin ich hundertprozent sicher.
00:04:59: Wenn deine Freunde das hören, denken sie dir jetzt genau, oder geben die euch beiden jetzt in dem Fall recht?
00:05:04: Ja, also ich glaube schon, dass meine Freunde sich auch so denken, also hoffe ich halt.
00:05:12: Aber ja, ich glaube schon.
00:05:15: Gibt keine andere Meinung, zumindest nicht heute.
00:05:17: Du bist seit zehn Jahren bestürmen.
00:05:19: Kannst du dich eigentlich noch erinnern, wie das damals war?
00:05:21: Also, wie du zum Verein gekommen bist, hast du die Erinnerung dran?
00:05:24: Ja, also ich bin ja... Ich habe zuerst bei Vildon angefangen, weil einfach mein Kosseur hat damals auch gespielt bei Vildon und das hat halt gepasst.
00:05:35: Eigentlich war meine Eltern mich zum Fußball geschickt, weil sie gesagt haben, dass ich viel zu viel Energie habe und dass sie nicht wussten, was wir mit dem machen.
00:05:42: Und dann... Ich war bei einem Sichtungskamp von Sturm und dann wurde ich dort auch noch zum Probetraining eingeladen.
00:05:54: Aber zu dem Zeitpunkt hat es noch keine EU für meinen Jahrgang gegeben.
00:05:59: Deswegen habe ich dort am Anfang mal einen Jahr höher mit trainiert.
00:06:03: Aber bevor ich dann zu Sturm gekommen bin, habe ich dann bei der Fußballschule Raffel mit gespielt.
00:06:10: Bis dann halt meinen Jahrgang.
00:06:12: dazugekommen ist und dann bin ich durch Sturm gekommen.
00:06:15: Hat dir das eigentlich irgendwas schon bedeutet?
00:06:17: Also hat Sturm damals dieser Name, hat dir dir irgendwas schon gegeben?
00:06:21: Oder ist es eher was, wo die Eltern dann sagen, wo oben?
00:06:23: Sonst spielt bei Sturm?
00:06:25: Ja, also meine Mama ist schon sehr, sehr starker Sturm, wie Frank Wesen vorher.
00:06:31: Die war auch immer auf dem Stadion.
00:06:33: Und ich glaube schon, dass ich das dann von ihr so bekommen habe.
00:06:37: So, mittlerweile heißt dein Tagesgeschäft eben Sturm, Sturm zwei.
00:06:42: Es ist schon ein Kontrast, muss man ehrlich sagen.
00:06:45: Da geht es jetzt in der Saison auf einmal wieder darum, möglichst viel dafür zu tun, dass die Klasse gehalten werden kann und nicht mehr um einen WM-Titel.
00:06:53: Ja, also ich glaube, dass es jetzt schon eine Umstellung sein wird, aber jetzt geht es einfach darum, das Beste daraus zu machen und so schnell wie möglich wieder hier anzukommen.
00:07:03: Christoph, warum ist es eigentlich mit einem Amateur-Card eines Profi-Clubs offensichtlich nicht ganz so einfach?
00:07:11: Sag jetzt mal fast automatisch in der Spielklasse, wo man eben drinnen steckt, oben mitzuspielen.
00:07:16: Ja, ich glaube, der große Unterschied ist einfach das Alter an sich und damit einhergehend auch die Erfahrungen, die die Spieler haben und die körperlichen Voraussetzungen, die die Spieler haben.
00:07:25: Also unsere Spieler sind ja sehr jung, Luca mit seinen sechzehn Jahren, perfektes Beispiel dafür ist super ausgebildet, bringt eine tolle Einstellung mit, aber gleichzeitig hat er heute noch nicht so viel Erfahrung.
00:07:35: und jetzt bei der WM spielt man auch zu.
00:07:39: Fast ausschließlich gegen gleichhaltige Spieler und im Liga-Alltag sind es dann schon Spieler, die, ja, XXVII, XXVI bis XXVIII sind, die einfach über deutlich mehr Erfahrung schon verfügen.
00:07:50: und sie da tagtäglich zu reiben und sie durchzusetzen ist, glaube ich, für die Spielerentwicklung eine ganz wichtige Maßnahme, um sie weiter zu entwickeln.
00:07:57: War das für dich auch eine Umstellung?
00:07:59: Ich meine, du hast ja davor auch schon in Jugend-Nationalteams gespielt, also wieder gegen Gleichaltrige zu spielen und auf einmal vielleicht der körperlich robusteste, sowieso vielleicht sogar zu sein, aber einfach eben wirklich auf dem selben Alters-Level zu spielen?
00:08:12: Ja, also ich finde schon, dass eine Umstellung war jetzt wieder von zweiter Liga zu U-Seven, aber ich habe mich eh dann schnell dran gewöhnt und es hatte gut geklappt.
00:08:22: Hat es eigentlich während der WM Kontakt mit den Teamkollegen gegeben oder waren da wirklich so die Scheu-Klappen nach vorne voller Fokus aufs, keine Ahnung, nächste Spiel?
00:08:30: Also es hat schon viele Leute gegeben in der Mannschaft, die was mir immer vor dem Spiel Glückwünsche geschrieben haben und auch nach dem Spiel immer geschrieben haben, also, ja.
00:08:39: Wie war das generell?
00:08:40: Keine Ahnung, mit Social Media und all den anderen Ablenkungen von außen.
00:08:43: War da über Platz für alles oder ist das Handy irgendwo in einem Safe-Gegen auch so manche Zeit und Tag, dass man wirklich keine Ablenkung hat?
00:08:51: Also, wir hatten schon viel Freizeit und da ist man schon öfters am Handy gewesen, aber jetzt nicht speziell, um die Nachrichten zu lesen oder so, sondern einfach, ich glaube, so auf Instagram und TikTok einfach schauen, so lustige Videos und so.
00:09:05: Zwischendurch habt ihr eine ganz erfolgreiche Fußballgespürt.
00:09:07: Gehen wir die WM vielleicht überhaupt noch einmal im Schnelldurchlauf durch, also so lange die Erinnerungen noch frisch sind.
00:09:12: Mittwoch, Fünfter November, sechzehnunddreißig.
00:09:14: Zum Auftakt in der Gruppe L ist euer Gegner Saudi-Arabien.
00:09:17: Wie war der Tag?
00:09:18: Wie war das?
00:09:19: Also ich glaube, dass wir an dem Spiel waren wir gleich schon am nervösesten, weil wir einfach schon eine Woche vor ein Katar waren und die Spannung hat sich halt aufgebaut.
00:09:30: Aber dann, ich finde am Anfang waren wir auch ein bisschen überrascht, weil wir nicht gedacht haben, dass die so gut waren.
00:09:35: Und dann sind wir eigentlich eh gut ins Spiel reinkommen, aber dann habe ich leider meine gelb-rote Karte bekommen, aber dafür haben das die Jungs dann super gemacht und dann ist das Spiel geworden.
00:09:46: Samstag, auch der Elfte, nächster Gegner ist Mali.
00:09:50: Ja, darf ich von draußen zuschauen müssen, aber das haben auch wieder die Jungs super gemeistert.
00:09:55: Also war ich auch echt stolz auf die Jungs.
00:09:58: Und dann im Nachdrucksabschluss in die Gruppenspiel gegen New Zealand?
00:10:01: Ja, also da war eigentlich schon fix, dass wir Gruppen Erster sind.
00:10:05: Aber es war schon das Ziel, dass wir alle drei Spiele gewinnen.
00:10:10: Jetzt nicht nur damit wir einer der besten Gruppen Ersten waren, sondern einfach damit wir das Selbstvertrauen gewinnen für die nächsten KO-Spiele.
00:10:17: Und ich finde, das hat dann gut gepasst.
00:10:20: Ich finde auch, dass wir das Spiel im Fernsehen angeschaut haben.
00:10:22: Für mich war klar, dass wir das erste Gegend bekommen.
00:10:26: Dann war auch schon die Frage, wie reagiert es hier drauf?
00:10:28: Und wie lange das Spiel dauert, hat es auch nach diesem Gegendreffer, wo klar ist, quasi unzerstörbar.
00:10:34: Weil das, was dann zu tun ist, so könnt ihr darauf reagieren.
00:10:38: Also wir führten im Eins-Null, dann haben wir das Eins-Eins gekriegt.
00:10:42: Spät haben wir dann beim Aufbauen Fehler gemacht, dann haben wir das Eins-Eins gekriegt.
00:10:46: Dann haben wir viele Jungs von der Bank auch Charakterzeiten, dann haben wir noch Finanz gewonnen.
00:10:52: Genau, dann Bilanz, wenn wir so viel Marken los, alles gewonnen.
00:10:56: Fängt man da spätestens um zu rechnen, also wie weit es noch gehen könnte und vor allem, wie das dann eben auch gegen Tunesien den nächsten Gegner klappen könnte?
00:11:05: Ja, also ich finde, was halt in dem Turniers besonders weiß, dass wir jetzt keinen Gegner kannten, also außer Italien.
00:11:14: Und ich sage, das hat schon viel Unwissenheit geben, also ob wie die Gegner sind, aber wir haben halt gewusst, dass wir eine richtig gute Mannschaft sind.
00:11:24: Wir waren, ich glaube, um die fünfzehn Spiele umgeschlagen nach der Gruppenphase und wir haben schon gewusst, dass wir es mit ihm aufnehmen können.
00:11:34: Hast du dir die Spiele eigentlich angeschaut, auch Christoph?
00:11:36: Ja, also ich habe alle Spiele zumindest in die Highlights gesehen, aber viele auch über neunzig Minuten und für mich war auch richtig cool gewesen, das zu verfolgen, weil einfach die Überzeugung und der Glaube... von der Mannschaft geprägt vor Zusammenhalt wirklich spürbar waren.
00:11:50: Und eben, egal wie groß der Name war, sie sahen immer sehr selbstbewusst auftreten und wie der Luckerforscher richtig gesagt hat, ich glaube, das schwere Erfolgsmerkmal war, dass viele Spieler einfach schon in der zweiten Liga in Österreich Spielminuten sammeln, sie einfach da schon durchsetzen müssen.
00:12:05: Das war ja letztes Jahr, letzte Saison bei uns in der Juslig, ein großes Erfolgsmerkmal, dass unsere Spieler einfach schon im Erwachsenen Bereich Erfahrungen gesammelt haben.
00:12:13: Tschüss!
00:12:13: Das Stichwort eigentlich liefert, egal wie groß der Name auch war, denn nach dem Zwei zu Null über Tunesien ist es dann gegen England im Achtelfinale gegangen.
00:12:21: Die habt ihr einfach ganz normaler mal vier zu Null aus dem Turnier rausgeschossen, für die haben gesagt, das könnte noch höher ausgehen können.
00:12:27: Spätestens da war, glaube ich, einmal weltweit, möchte ich sagen allen, die das Turnier verfolgt haben, klar, dass euer Team zum engeren Favoritenkreis zu zählen ist.
00:12:35: War ich das auch klar?
00:12:37: Ja so, wir haben schon in der Mannschaft gewusst, dass, also nach dem Tunesienspiel, dass England sicher ein schwieriger Gegner wird, aber dass wir das auch meistern können.
00:12:49: Wir haben richtig gut losgestattet, dann hat sich der Dominic Dobis verletzt und dann sind wir alle ein bisschen aus dem Spiel gekommen, weil schon alle ein bisschen geschockt waren.
00:13:00: Aber danach haben sie eine rote Karte bekommen und dann haben wir das Spiel unter Kontrolle gehabt.
00:13:05: Enges Match dann auch eins zu Null über Japan, so ist es ins Halbfinale gegangen.
00:13:10: Und dort, um bei den großen Namen zu bleiben, haben dann die Italiener gewartet, allerdings zwei zu Null nach Hause geschickt worden, anders gesagt die Worte im Finale.
00:13:19: Das war dann, glaube ich mal, irgendwie dieses unfassbare Ding jetzt dort zu sein, oder?
00:13:24: Ja, also ich weiß noch am Anfang vom Lehrgang haben wir geredet, ob mehrere Spiele im Stadion sind.
00:13:31: Dann hat es geheißen, dass nur das Finale ist und dann wollten schon alle das Ziel, dass wir ins Finale kommen.
00:13:37: Ich habe auf mich immer diesen sehr relaxen Eindruck gemacht, aber jetzt am ehrlichsten, wie viel Druck war da am Kessel am Finaltag?
00:13:46: War das eher ruhig in der Kabine oder wie stellen wir das vor?
00:13:51: Ja, also ich finde, dass wir eigentlich der Spiegel gleich angangen sind wie alle anderen, wir hatten die gleichen Abläufe.
00:13:58: Und ich glaube schon, dass extra Nervosität da war, aber ich färge, dass eigentlich sehr ähnlich war, wie zu den Vorhunden spielen.
00:14:06: Der Rest des Geschichtes steht in den FIFA-Büchern.
00:14:09: Denkbar knapp das Finale gegen Portugal verloren.
00:14:11: Ebenso knapp die Entscheidung, ob das Tor abseits oder eben nicht war bei meinsigen Treffer.
00:14:16: Ich nehme an die Erinnerung, an diesen Tag bringt er irgendwie so gemischte Gefühle, oder?
00:14:20: Ja, also es ist schon richtig cool gewesen, vor so vielen Leuten zu spielen, vor allem dann im WM-Finale.
00:14:27: Aber es ist halt schade, dass wir leider verloren haben.
00:14:29: Also es wäre schon mehr drin gewesen.
00:14:31: Da merkt man, es ist noch nicht ganz vertaut, oder?
00:14:34: Ja.
00:14:35: Egal, ob euer Trainer oder wer auch immer von euch beim Interview war, sehr oft ist das Wort Familie gefallen.
00:14:42: Eben, dass ihr zusammengewachsen seid und eben eure Reise noch nicht vorbei ist.
00:14:47: Trotz diesem Fizzi-WM-Titel.
00:14:48: Seht ihr das auch so?
00:14:50: Ja, also ich sag schon, dass uns das auch das Ganze zu nie ausgemacht hat.
00:14:54: dass wir einfach eine Familie waren und dass jeder für ihn gekämpft hat.
00:14:58: Und ja, ich sag, das hat uns Kraft gegeben.
00:15:00: Zurück zu stürmen oder um diese Brücke zu stürmen.
00:15:02: So lange ist es generell auch wichtig für eine Mannschaft, die erfolgreich spielen soll, dass sie, es müssen nicht elf beste Freunde sein, aber dass es eben so ein Gefühl gibt, Familie ist eben das Wort, das immer wieder einmal verwendet wird.
00:15:14: Ja, total.
00:15:15: Es ist ja Mannschaftsspartat und da ist es extrem wichtig, dass die... Rädchen gut ineinander greifen, wobei ich schon sage, das ist ein großer Unterschied, ob du im Verein tätig bist oder beim Nationaldim.
00:15:25: Bevor ich zur Sturm gekommen bin, war ich ja selber beim FP beschäftigt.
00:15:29: Und bei so einem großen Ereignis bist du halt fünf Wochen durchgehend beieinander.
00:15:33: Du hast natürlich die Spiele, die in dem Fall sehr erfolgreich waren, die dir dann auch so durchtragen, dass auch einfach hier unter Dynamik entstehen kann.
00:15:41: Aber gleichzeitig ist es auch schwierig zu managen, wenn du halt durchgehend beieinander bist, weil im Verein ist es schon so, jeder fährt halt auch noch am Abend zu sich nach Hause.
00:15:49: Und da bist du durchgehend bei Samen immer.
00:15:51: Und das hat der Hermann Stadler gemeinsam mit seinem Betreuer, die ihm schon sehr gut moderiert
00:15:56: hat.
00:15:57: Und diese Stelle ist es ein harter Cut.
00:15:59: Die Gegenwart ist leider weniger klamorös.
00:16:00: Ich habe schon angesprochen, der Liga Alltag, der bringt dir jetzt gleich einmal für euch ein Duell mit am Stetten.
00:16:07: Die Niedersterreiche sind voll im Aufstiegs, ihr im Abstiegskampf.
00:16:10: Also ein völlig anderes Mindset, oder?
00:16:13: Ja, also... Natürlich werden Sie jetzt als Favorit gelten, aber ich glaube jetzt schon, dass wir unsere Chancen haben werden.
00:16:21: Und dass, wenn wir unsere Leistungen abrufen, dann kann schon vieles möglich sein.
00:16:26: Für uns geht es immer Woche für Woche darum, unsere Potenzial zu entfalten, egal ob dagegen am Städten, Rabit II, Austria, Salzburg oder Vienna ist.
00:16:34: Für uns geht es immer nur darum, unsere Entwicklungsschritte zu setzen und deshalb einem Spiel spürbar zu machen.
00:16:42: Luca, lass uns über deine Ziele sprechen, also zumindest die Sportlichen.
00:16:45: Wie möchtest du so deine Fußballer-Karriere anlegen?
00:16:48: Also jetzt erst einmal über Sturm zwei langsam an die Kampfmannschaft heranarbeiten oder schielst du schon ganz wahnsinnig hin?
00:16:56: Ja, also ich muss auch ehrlich sagen, als Kind habe ich eigentlich jetzt nicht so einen richtigen Lieblingsverein gehabt, also in den Großen liegen.
00:17:03: Es war eigentlich immer nur Sturm und ich glaube auch, dass ich jetzt neben Sturm gibt es wenig Vereine, die was ich halt richtiger Fan bin.
00:17:11: Also ich habe jetzt nie so ein richtiges Ziel gehabt, wo ich spielen will.
00:17:14: Also war schon das Ziel für Sturm.
00:17:16: Und wenn es weitergeht, dann ist eigentlich eh egal einfach, ob ich Spaß habe beim Fußballspielen weiterhin.
00:17:26: Das wird die Mama freuen.
00:17:27: Es ist ca.
00:17:27: hundertmal Sturm gesagt worden.
00:17:29: Der Geschäftsführer Sport von Sturm, Michael Parenzen, hat dich heuer im Sommer, als du deinen langfristigen Vertrag unterschrieben hast, in den höchsten Tönen gelobt.
00:17:38: Da ist unter anderem außergewöhnlich talentiert oder auch extrem reif gefallen, haben wir heute auch schon gehört.
00:17:43: Sollte alles dabei helfen, wenn man es einmal weit schaffen will.
00:17:49: Du hast die Liegen schon angesprochen.
00:17:50: Was wäre denn so jetzt aktuell mit dem Blick ein bisschen nach vorne?
00:17:54: eine Wunschliege, wo du sagst, die wird mich sportlich interessieren?
00:17:59: Also direkt habe ich jetzt keine, aber ich finde halt eigentlich alle liegen jetzt, die Top-Dreis, ich würde sagen, in Deutschland, England und Spanien.
00:18:07: Ich finde eigentlich alle liegen interessant, von denen kann ich jetzt nicht richtig entscheiden.
00:18:12: Ist leichter Entscheidungen beim sportlichen Vorbild nachzufragen, gibt es irgendwie den, was sagst du, der ist irgendwie der Kicker, an dem würde ich mich gern orientieren?
00:18:22: Ja also, als Kind war ich halt Ronaldo-Fan, aber der hat halt schon wenig mit meiner Position zu tun.
00:18:28: Deswegen finde ich jetzt in den letzten Jahren vor allem Jude Bellingham, weil er halt viele Positionen gespielt hat.
00:18:34: Und ich finde in letzter Zeit auch Ryan Grafenberg von Liverpool richtig gut.
00:18:38: Statt davor irgendwann sagt jemand, da herinnen oder wo auch immer Luca Weinhandel, das wäre der, das war nicht vielleicht meine Position, aber das würde ich gerne nochmal machen.
00:18:47: Also dort würde ich gerne mal hinkommen.
00:18:48: Wer weiß?
00:18:52: In dem Fall jetzt die Frage wieder an dich, Christoph, an den Trainer.
00:18:55: Ist es wichtig, auch innerhalb einer Mannschaft solche, die nennen Sie jetzt ja mal Leuchttürme zu haben, du hast ja Weltmeister, Vizeweltmeister, alles dabei bei dir, also sind es auch die Jungs, an denen sich andere gleich innerhalb der Mannschaft orientieren können, vielleicht sogar was Ehrgeiz und andere Ziele haben vorangeht?
00:19:15: Ja, ich glaube das ist die spezielle Setting einer zweiten Mannschaft, insbesondere weil natürlich geht es um Zusammenhalt, um Familie, wie wir vorher gehört haben.
00:19:23: Aber gleichzeitig ist das Wichtigste, immer den einzelnen Spieler voranzubringen.
00:19:27: Und dass dann so individuelle Erfolge wie jetzt der Vize-Weltmeister-Titel, von Luca mit der österreichischen O-Sebzehn oder von Ismail Bakhti, O-Zwanzig-Weltmeister von Marokko, dann einfach Auszeichnungen sein, wo sie die Jungs untereinander sehr füreinander freuen, ist eine super Auszeichnung für uns und auch wichtig für die Jungs, um selbstvertrauen zu tanken.
00:19:47: Wie lustig ist es, Trainer von so... Wir haben auch eine eigene Podcast-Folge schon einmal gemacht.
00:19:52: Ich glaube, da habe ich sogar ähnliche Frage oder die gleiche sogar gestellt.
00:19:54: Wie lustig ist es, junge Leute in dieser Phase ihrer Karriere zu begleiten, entwickeln und eben einfach dafür zu sorgen, dass man das, was man in ihnen sieht, so gut es geht heute irgendwie ans Licht fördert?
00:20:08: Ja, ist eine Top-Aufgabe, muss ich echt sagen.
00:20:11: Also mit zu helfen, Potenzial zur Entfaltung zu bringen, ist ein Riesenprivileg.
00:20:16: die sind dann so professionell im Umfeld, das eigene Hobby zum Beruf zu machen und mit Menschen zu arbeiten, die so intrinsisch motiviert sind und die dann auch noch zusammenzuführen, vom Individuum zur Gruppe hin zum Team, ist schon eine echt coole Aufgabe.
00:20:33: Lustig ist es nicht immer, aber meistens.
00:20:36: Meistens recht.
00:20:38: Luca, wir sind Fast schon am Ende dieser Podcast-Ausgabe angekommen.
00:20:42: Eines interessiert mich aber noch.
00:20:44: Wie ist das eigentlich, wenn man sich plötzlich so ins Rampenlicht spielt, klingelt dann gleich einmal das Handy vielleicht von der Mama und es kommen Anfragen von anderen Clubs und sie sagt, nein, der Puls spielt bei Sturm.
00:20:56: Ja, also jetzt da mit Anfragen von anderen Clubs darüber durch mich nicht auseinandersetzen.
00:21:03: Das macht eigentlich mein Manager und meine Eltern unterstützen mich immer.
00:21:08: Die kümmere sich jetzt auch nicht so drum.
00:21:11: Aber das heißt auch im familiären Umfeld wird natürlich besprochen, was keine Ahnung auch immer am Tisch liegt oder welche Anrufe auch immer, wo auf euren Managerhänden gelandet ist?
00:21:21: Also bei der Entscheidung im Sommer war natürlich meine Familie dabei und die haben mir auch jetzt nicht entschieden, was ich mache, sondern nämlich unterstützt.
00:21:30: Und das hat mir auch Kraft gegeben.
00:21:32: Das heißt im Familienverband ist alles so besprochen worden bis jetzt.
00:21:37: Auch für dich gut war letzten Endes, ne?
00:21:38: Ja.
00:21:38: Hat
00:21:41: eigentlich irgendeiner anderer Vereine angefragt jetzt?
00:21:44: Bei Manager?
00:21:45: Nicht,
00:21:45: dass ich wüsste.
00:21:47: Gut.
00:21:48: Interviewschulung ist sozusagen abgeschlossen.
00:21:51: Dann würde ich sagen, lass uns an dieser Stelle auch gut sein.
00:21:53: Danke noch einmal, dass du hier warst.
00:21:55: Danke.
00:21:57: Teutetäu für eine hoffentlich lange und verletzungsfreie Karriere.
00:22:02: Hat mich sehr gefreut.
00:22:03: Danke, ich bin auch das coole Erfahrung gewesen, das erste Mal hier zu sein.
00:22:07: Kannst du eine Ahnung haben, den Podcast?
00:22:10: Alles Gute und danke auch natürlich an dich, Christoph.
00:22:12: Ja,
00:22:12: sehr gerne.
00:22:13: Paul Lucker, der Kategorizm-Debüt.
00:22:16: So, und das war's jetzt also die Dezember-Ausgabe.
00:22:19: Und wenn's heute ein Rückblick war, dann spoiler ich jetzt einfach einmal auf die Enna-Ausgabe, denn dann wollen wir genau das Gegenteil von heute machen, also nach vorne schauen.
00:22:28: Ich hole schon mal die Klauskugel aus dem Keller.
00:22:30: Mal schauen, mit welchen Experten wir dann nach vorne schauen werden.
00:22:33: Bis dahin auf jeden Fall.
00:22:34: Danke fürs Reihenhören.
00:22:35: Schöne Weihnachten.
00:22:36: Ciao, ciao!
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